
STOSSIMHIMMEL wurde im Herbst 1996 gegründet, damals waren wir zu fünft. Vier Frauen und ein Mann. Es ging niemals um Geschlechterrollen, es ging darum, gemeinsam zu arbeiten, frei von Konventionen, leistbar für uns junge SchmuckmacherInnen.
Es hat sich zufällig ergeben, dass über drei Jahrzehnte die treibenden Kräfte vor allem weiblich waren und für uns Frauen-Power ein Thema wurde.
Viele großartige Frauen haben uns über die Jahre begleitet. Lange Zeit kämpften wir darum, gesehen zu werden und haben dabei unsere Babies geschaukelt, unsere Familien gemanagt, Schicksalsschläge ausgehalten und sind gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen, um unsere Identität zu leben.
Es ging darum, zu bewahren und behüten, was wir sind. Das macht uns stark.
Heute sind wir 7 Frauen, jede anders, jede besonders.
Der Weltfrauentag am 8. März ist für uns ein Tag, an dem wir das feiern. Den Zusammenhalt, den Frauen einander schenken können und die Dankbarkeit, die wir darüber empfinden, in dieser geschüttelten Welt, in Freiheit bestehen zu können.
Heute stellen wir Ihnen eine kleine Rückschau von Arbeiten von "damals" zusammen. Wir freuen uns über Ihr Interesse ;-).
Wir wünschen einen guten Start in den März und egal, was Sie sind, mit gutem Frauen-Spirit!
Herzlichst,
Ihr STOSSIMHIMMEL - Team
Heike Wanner
MEDUSA - Ring aus dem Jahr 2007: hier interessierte mich, die Verbindungen der Metallelemente mit Gummibändern herzustellen. Es entstand eine Serie mit Gummi-Tentakeln, quallenähnlich und beweglich, fein und leicht. Auch in diesen Arbeiten ging es um anrührende, verletzliche Verbindungen.
MAN IN THE MOON war eine Armreifenserie aus dem Jahr 2000. Es ging um Netzwerke und wie unser Universum miteinander verbunden und wir darin gefangen sind. Die Armreifen hielten am Arm über verpannte Gummibänder.

Caroline Ertl
Die beiden Schmuckstücke aus den Jahren 1994 und 95 habe ich für die Prüfung entworfen, mit der ich meine eigene Künstlerpunze bekommen habe.
Ein ganzes Jahr habe ich mich darauf vorbereitet und viele lustige Stücke entworfen. Es war eine gute Zeit, die den Grundstein für alles gelegt hat, was danach kam.

Dora Des
Dieser Halsschmuck ist vor etwa zehn Jahren entstanden. Ich weiß noch ganz genau, dass ich ihn an jenem Tag getragen habe, als ich mich im Atelier STOSSIMHIMMEL mit den Schmuckkünstlerinnen traf, die später meine lieben und geschätzten Kolleginnen werden sollten. Dieser Tag markierte den Beginn einer großen Veränderung in meinem Leben. Es folgten zwei Jahre, in denen ich jede Woche zwischen Budapest und Wien pendelte, bis ich schließlich meinen Lebensmittelpunkt ganz nach Wien verlegte.
Ich habe mich verliebt in dieses Atelier, in die starke Community aus wunderbaren, unterstützenden Frauen, auf die man sich immer verlassen kann. Und in diese vielfältige Stadt, die mich mit offenen Armen aufgenommen hat. STOSSIMHIMMEL ist für mich zu einem Zuhause geworden; einem Ort, an dem ich mich künstlerisch und menschlich entfalten darf.
Den Halsschmuck habe ich noch immer. Und ich werde ihn behalten, als Erinnerung an einen Anfang, der alles verändert hat.

Michelle Kraemer
Eigentlich steckt der Kern meiner Arbeit in diesem Titel: HAVE YOU GOT THE GUTS?. Diese Serie entstand in meinen ersten Jahren (2010) im STOSSIMHIMMEL und war der Anfang meiner Reise mit Balsaholz. Durch diese Serie habe ich gelernt, an mich zu glauben. Meine Kunst hat sich weiterentwickelt – aber das Gefühl, durch diese Arbeit endlich meine eigene Stimme gefunden zu haben, bleibt.

Eva Tesarik

Magdalena Track






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